Auto vs. Umwelt – Was die Industrie tun kann

Automobilhersteller sind entrüstet, denn die EU fordert ein deutlich aktiveres Handeln in Sachen Umweltschutz. Gerade im Bereich Energie könne viel eingespart werden. Dies bezieht sich sowohl auf die produzierten Fahrzeuge wie aber auch auf die Produktion an sich. Zum Schutze des Klimas fordert die EU, dass die Automobilindustrie ein klares Zeichen setzt. Kurz nachdem diese Forderung gestellt wurde, ertönten Gegenstimmen.

VDA-Chef Wissmann reagierte entrüstet auf die Forderung aus Brüssel. Wissmann erklärte, dass somit die Förderung des Klimaschutzes vor die Industrie gestellt würde. Auch gab er zu bedenken, dass diese Forderung weder dem Klima noch der Industrie förderlich sein könnte. Klimaschutz wird in Europa und der damit verbundenen Industrie häufig diskutiert. Doch ob es genügt, wenn Europa alleine agiert, bleibt fraglich. Auch könne ein krasser Einschnitt in aktuelle Produktionsprozesse dazu führen, dass Arbeitsplätze abgebaut werden müssten.

Wissmann wies auch darauf hin, dass die Euro-Zone nur zusammengehalten werden könne, wenn die Industrie in Europa gestärkt würde. Die Kritik am Vorschlag ist verständlich, denn aktuell kämpfen Autohersteller in Europa um ihre Existenz. Durch die lang anhaltende Euro-Krise sind die Absatzzahlen stark rückläufig. Dies hat ebenfalls Auswirkungen auf Stellenausschreibungen sowie Industriejobs in den entsprechenden Bereichen.

Weitere Einschränkungen könnten hier eine weitere negative Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt herbeiführen. Sicherlich ist es wünschenswert, dass die Umwelt und das Klima geschützt wird, doch ein Schutz der Umwelt kann nur dann gelingen, wenn die Industrie bestehen bleibt. Auch gab Wissmann an: “Doch der Nachholbedarf, der sich gerade in Südeuropa aufbaut, wird wieder bedient werden müssen.” Die Prognosen der Automobilhersteller für 2013 zeigen, dass mit einem Aufschwung gerechnet wird.